Auf der Didacta 2019 in Köln

Experten aus vielen verschiedenen Bereichen tauschten sich auf der Bildungsmesse Didacta in Köln aus und diskutierten hitzig zum Thema „Deutschland im Bildungstief – abgehängt oder anschlussfähig?“ Auf dem Stand der HABA Education Alliance diskutierten sie aktuelle Fragen rund um digitales und analoges Lernen. Was sind die Schlüsselqualifikationen zu einem erfolgreichen Bildungssystem? 

„Entscheidend ist, dass wir auch in Deutschland richtig loslegen müssen“, so Verena Pausder, Gründerin und Leiterin HABA Digitalwerkstatt.  Dabei ist das keine Frage ob digital oder analog, bestehende Angebote zum digitalen Lernen können sehr gut in den klassischen Unterricht integriert werden. Auch Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta-Verbands, erklärte den dringenden Bedarf nach geeigneten Konzepten:
„Wir können Kinder ohne die Digitalisierung nicht für die Zukunft bilden. Wir brauchen die Konstruktion eines neuen Bildungssystems.“ Ein weiterer Punkt indem sich die Experten einig waren: Ohne eine gute Weiterbildung der Pädagogen wird es schwierig, Anschluss zu halten.

„Meiner Ansicht nach ist die Lehrer-Schüler-Beziehung auch in Zukunft der wichtigste Faktor für erfolgreiches Lernen. Deswegen müssen Lehrkräfte in Bezug auf digitale Themen gut ausgebildet werden“, forderte Stephanie zu Guttenberg, Gesellschafterin BG3000 Service GmbH. Michael Niehaus, Lehrer an der Stemweder-Berg-Schule, ergänzte: „Alle Säulen müssen parallel vorangebracht werden! Wir an der Stemweder-Berg-Schule haben seit fast eineinhalb Jahren iPads in den 7. Klassen. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler mit Beamer, Apps in vielen Bereichen wie Mathematik, Englisch, Deutsch, Geschichte, Naturwissenschaften, die Schülerzeitung, Technik, etc. So bereiten wir unsere Schüler schon früh auf die Digitalisierung vor.“Begeistert schilderte der Pädagoge die Bedingungen und ergänzte, dass sich auch das Kollegium dauernd weiterbildet.

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