Stemweder-Berg-Schule gleich zweimal für Umweltschutz ausgezeichnet

Klimaschutzpreis und „Bienenfreundliche Schule“

„Unglaublich, was die Schüler und Lehrer da geleistet haben! Das ist ein fantastisches Projekt!“, bewunderten die geladenen Gäste am Donnerstagmittag, als das Bienenhaus mit Solaranlage an der Stemweder-Berg-Schule eingeweiht wurde. Viele Gäste waren geladen – und kamen. Schulleiterin Heike Hachmann begrüßte bei strahlendem Sonnenschein die Gäste vor dem Bienenhaus.

Als ausgezeichnete Naturparkschule im Naturpark Dümmer engagiert sich die Stemweder-Berg-Schule mit ihrer Schüler-AG – den Stemweder-Berg-Immen – um den Aufbau einer Schulimkerei.  

„Tatsächlich geboren ist die Idee zur Imkerei bei uns im Hause durch den Biologielehrer Thomas Pund, der seit Jahren als Hobbyimker tätig ist. Unser Projekt Bienenimkerei soll helfen, Bienen zu erleben und zu verstehen – ihre Schönheit und Komplexität, aber auch ihre Verletzlichkeit. Denn Bienen haben eine zentrale Position in unserer Nahrungskette und sind doch wie viele andere Insektenarten bedroht.“, erklärte Frau Hachmann den Gästen.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde mit Unterstützung des Bauhofes der Gemeinde Stemwede ein Bienenhaus aufgebaut, welches sechs Bienenstöcke beherbergt. Um den Bienen ausreichend Nahrung im Umfeld zu bieten, wurde auf einer rund 2000qm großen Fläche ein Blühstreifen von vielen fleißigen Helfern von Hand eingesät. Weiterhin wurde die knapp 8 qm große Dachfläche des Bienenhauses mit einer Solaranlage versehen. Die Energie wird in einem kleinen Akku gespeichert und kann so für Lampen oder auch für die Honigschleuder genutzt werden. Thomas Pund, Biologielehrer der Stemweder-Berg-Schule leitet die Imker-AG, die in diesem ersten Jahr bereits 90 kg Honig geerntet hat. Stolz standen die Schüler der Imker-AG bei der Einweihungsfeier dann auch Rede und Antwort.

„Ohne die Unterstützung vieler auch hier heute Anwesenden wäre die Umsetzung der Idee zur schuleigenen Imkerei nicht möglich gewesen.“ Sie bedankte sich herzlichst bei der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Kai Abruszat und den Mitarbeitern des Bauhofes. Außerdem bedankte sie sich auch bei der  Kooperationsfirma Depenbrock, die das Vorhaben mit dem entsprechendem Knowhow unterstützt und die Solaranlage gespendet hat. Schüler des Technikkurses unter Leitung von Lehrerin Frau Abraham nutzen diese für weitere Projekte. Der „Schulnachbar“ Herr Högemeier stellte der Schule einen Teil seines Landes zur Verfügung, so dass bienenfreundliche Pflanzen gesät werden durften. Konzeptionell begleitet wurde das Vorhaben durch den didiaktischen Leiter Ulrich Nimbs.

Der Klimaschutzpreis wurde dann hoch offiziell von innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers an die Stemweder-Berg-Schule verliehen. Darüber freute sich natürlich Bürgermeister Kai Abruszat.   „Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenem. Umso wichtiger ist diese Möglichkeit der Auszeichnung“, sagte Geers.

Die Auszeichnung wurde anhand der Kriterien Wirksamkeit, für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung/Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz bestimmt.

Der Klimaschutzpreis der innogy wird jährlich für Leistungen verliehen, die im besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen – und das Projekt des Bienenhauses überzeugte. Auch der Geschäftsführer des Kooperationspartners Naturpark Dümmer, Herr Detlef Tänzer war dabei. Er war über das Engagement der Schüler ebenfalls begeistert.

„Die Honigbiene ist aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken, jedoch ist der Bestand der Bienen seit Jahren in Gefahr. Seit einiger Zeit kommt es periodisch und flächendeckend zu einem bedrohlichen Rückgang von Bienenvölkern. Wir alle aber wissen, dass ihre Bestäubungsleistung uns die Vielfalt an Nahrungsmitteln sichert, wie wir sie kennen und genießen.“, informierte Herr Pund die Anwesenden.

„Schon Albert Einstein soll 1949 gesagt haben: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“, zitierte er Albert Einstein.

Frau Hachmann freute sich mit allen Anwesenden dann auch noch über eine weitere Auszeichnung: „Pünktlich zur heutigen Einweihung bekommen wir – aufgrund der Teilnahme beim Wettbewerb #bienenlive vom WDR 2 und Planet Schule – das Siegel „Bienenfreundliche Schule in NRW“!“ Dann ging es für alle in die Begegnungsstätte, wo dann das „Schulgold“ – so wurde der schuleigene Honig genannt – probiert werden konnte. „Lecker, mehr braucht man nicht!“, freuten sich die Besucher.

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