„Mobbing? Geht mich das was an?“ – Präventives Theaterstück

„Mobbing“ ist ein Thema, was alle angeht, denn es gibt überall Menschen, die andere schikanieren, ausgrenzen, etc. Deshalb initiierte die Schulsozialarbeiterin Mirja Hodde-Mündel das Theaterstück „Mobbing“ mit dem Weimarer Kultur-Express für die 8. und 9. Klässler der Stemweder-Berg-Schule. Dieses authentisch und ergreifend gespielte Theaterstück nutzte die Schulsozialarbeiterin im Rahmen ihrer Präventionsarbeit, um den Schülern und Schülerinnen dieses Thema näherzubringen.

Mobbing – geht mich das was an?

„Klar, denn hier werden wir mit dem Thema konfrontiert, was viele Schüler betrifft. Es gibt mehr gemobbte Schüler als man denkt“, erklärte Melanie aus der 9a. „Was mir gut gefiel: es war ein ernstes Thema aber zwischendurch mit Humor gespickt! Jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass das überhaupt nicht zum Lachen ist. Meine beste Freundin hat mich von heute auf morgen gemobbt. Du fühlst dich schlecht, hast Bauchschmerzen.“, erklärte ihre Klassenkameradin.

Die beiden Schauspielerinnen Eva-Sophie Blum und Michaela Beer stellten in eindrucksvoller Weise dar, wie sehr Ausgrenzung einsam macht.

Die Geschichte erzählt von Franziska und Laura, zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Die beiden müssen im neuen Schuljahr nebeneinandersitzen. Die eine ist laut, scheinbar selbstsicher und attraktiv, die andere ist still, unsicher und leicht zu übersehen. Franzi leidet unter der Übertoleranz und dem Fehlen von Anerkennung seitens ihrer Eltern, Laura hingegen hat durch die übergroße Fürsorge ihrer Eltern nicht gelernt, sich durchzusetzen. Das Problem: beide sind nicht in der Lage, ihre eigenen Schwierigkeiten zu durchschauen.

So schmeißt z. Bsp. Franzi die Jacke von Laura in den Müll, klaut ihr den Taschenrechner, etc.! Harmlose Neckereien entwickeln sich im Laufe der Zeit zu knallhartem Psychoterror.

Die Schauspielerinnen zeigten mit diesem Stück den Schülerinnen und Schülern eine wahre Geschichte im Alltag von Schule. Viele konnten sich, Freunde oder Klassenkammeraden, mit ihren Schwierigkeiten in dieser Geschichte wiedererkennen. „Das Theaterstück war wirklich gut und regt zum Nachdenken an“, erklärten einige weitere Schülerinnen. „Die Schauspielerinnen spielten das so realistisch, ich konnte viele Szenen in unserem Schulalltag wiederfinden“, sagte Kilian aus der 9. Klasse.

Warum werden Menschen zu Opfern? Was bringt Menschen dazu, andere fertigzumachen? Ab wann fängt Mobbing an? Wie reagieren Außenstehende darauf? Wie kann man sich als Opfer wehren? Und was tun gegen Cyber-Mobbing?  

„Mobbing“ ist eine rasant und fesselnd erzählte Geschichte über die Entstehung und Folgen ständiger Ausgrenzung und ständiges Schikanieren.

Der Weimarer Kultur-Express hat sich dieser Thematik gewidmet, da „Mobbing“ ständige Aktualität besitzt und sich durch alle Altersklassen und Schichten zieht.

 „Genau diese Intention sollte als Anstoß für die Schülerinnen und Schüler dienen, um ihr eigenes Verhalten im Umgang mit Mitschülern und Freunden zu hinterfragen!“, erklärte die Schulsozialarbeiterin der Stemweder-Berg-Schule.

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