„Mobbing? Geht mich das was an?“ – Präventives Theaterstück

„Mobbing“ ist ein Thema, was alle angeht, denn es gibt überall Menschen, die andere schikanieren, ausgrenzen, etc. Deshalb initiierte die Schulsozialarbeiterin Mirja Hodde-Mündel das Theaterstück „Mobbing“ mit dem Weimarer Kultur-Express für die 8. und 9. Klässler der Stemweder-Berg-Schule. Dieses authentisch und ergreifend gespielte Theaterstück nutzte die Schulsozialarbeiterin im Rahmen ihrer Präventionsarbeit, um den Schülern und Schülerinnen dieses Thema näherzubringen.

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Theater-Besuch Jg. 9 in OS – König Lear

Alle Schülerinnen und Schüler aus Jg. 9 besuchen das Stück „König Lear“ im Theater Osnabrück. Dieses entspringt aus der Kooperation unserer Schule und der Gemeinde Stemwede mit dem Theater Osnabrück.

Ein Reich zerfällt und ein Neuanfang ist nicht in Sicht. Denn es ist die Kälte, die den Platz einnimmt, den Lear voreilig verlassen hat. Er glaubte sich durch eine einfache Prüfung ein Altern in Würde und Ehre zu sichern: Welche seiner drei Töchter liebt ihn am meisten? Doch genau diese Frage legt Lears eklatantes Missverständnis des menschlichen Zusammenlebens frei, auf dem seine Regierung und sein Familienleben fußten. Denn Liebe lässt sich nicht quantifizieren – was messbar ist, was sich auszuzeichnen sucht, wie die Bekundungen seiner beiden ältesten Töchter Goneril und Regan, ist nur äußerlich, ist nur Heuchelei. Nur seine jüngste Tochter Cordelia ist ehrlich – aber liegt hier Zuneigung zum alternden Vater? Oder nicht doch eher kalte Selbstgerechtigkeit? Lear wird verstoßen, verlassen und erkennt im Moment der größten Unbehaustheit, im Sturm auf der Heide: „Gestatte der Natur nicht mehr, als die Natur auch braucht. / Ein Menschenleben ist so billig wie das eines Tiers.“ Vielleicht gibt es Hoffnung, in Gestalt von Edgar, der sich – obwohl von ihm verstoßen – liebevoll und inkognito um seinen geblendeten Vater Gloster kümmert, der ebenso hochfahrend wie Lear mit seinen Kindern verfahren ist. Doch diese Hoffnung bleibt fragil und die Zukunft bis zum Ende ungewiss: „Unter der Last der schlimmen Jahre sind wir schwer entartet, / Wir müssen lernen, was uns drückt zu sagen, nicht, was man erwartet.“ Kann bei solch einer Hypothek ein Neuanfang gelingen?

Foto: Theater Osnabrück